Würzburg: Benefizkonzert für die Seniorenwohnanlage am Hubland

Symphonisches Blasorchester überzeugt in St. Alphons mit Hymnen und Fanfaren

symphonisches-blasorchester-kuernachWÜRZBURG    „Jubilate“ – das gleichnamige Stück des Komponisten Jacob de Haan war Namensgeber eines Benefizkonzertes in der Kirche St. Alfons auf der Keesburg in Würzburg. Das symphonische Blasorchester aus Kürnach musizierte dort quasi zum Abschluss des Jubiläumswochenendes der Pfarrgemeinde. Gekommen waren die Musiker auf Einladung des Freundeskreises der Seniorenwohnanlage am Hubland e.V. Ihr Auftritt bildete gleichzeitig den fulminanten Schlusspunkt eines anderen Jubiläums: Die Wohnanlage am Hubland, das frühere Kreisalters- und Pflegeheim, feierte 2014 50-jähriges Bestehen.
Der Erlös des Konzertes der rund 60 Musiker – es kamen 1.253,82 Euro – soll helfen ganz konkrete Wünsche zu erfüllen: „Eine neue Anlage zum Übertragen der Gottesdienste in die Bewohnerzimmer oder auch eine neue Orgel.“ Beides stünde ganz oben auf dem Wunschzettel der Senioren, teilte Sonja Ries aus dem Vorstand des Förderkreises den gut 300 Zuhörern in St. Alphons mit. „Für die meisten unserer Bewohner ist nicht mehr möglich, was für uns so selbstverständlich scheint: Einfach zu Fuß oder mit dem Auto hierher zu kommen, um der wunderbaren Musik lauschen zu können“, fügte Matthias Rüth an, Geschäftsführer der Senioreneinrichtungen des Landkreises.
Er dankte Frau Ries und dem Freundeskreis für das langjährige Engagement in der Seniorenwohnlage sowie den Musikern und allen Helfern, die den beeindruckenden Auftritt sowie den anschließenden Empfang mit dem stellvertretenden Landrat Waldemar Brohm im Pfarrsaal möglich gemacht hatten. Allen voran nannte Rüth seinen Geschäftsführerkollegen Alexander Schraml, der nicht nur den Kontakt zu den Kürnachern in die Wege geleitet hatte, sondern die Zuhörer auch professionell durchs Programm führte.

„Für die meisten unserer Bewohner ist nicht mehr möglich, was für uns so selbstverständlich scheint: Einfach zu Fuß oder mit dem Auto hierher zu kommen, um der wunderbaren Musik lauschen zu können“, Geschäftsführer Matthias Rüth

Für das vielfach ausgezeichnete Kürnacher Orchester, das sich bereits zum achten Mal in symphonisches-blasorchester-kuernachBild2-IMG_1651den Dienst einer guten Sache stellte, war der Auftritt eine Premiere. „Wir wussten vorher nicht so recht“, erklärte Dirigent Wolfgang Heinrich dem Publikum, „was dieser Raum und der Kathedralen-artige Klang mit uns und unseren Instrumenten macht.“
Nur das Beste, jedenfalls wenn man dem Gros der Zuhörer Glauben schenkt. Diese bedankten sich am Ende teilweise sogar mit stehenden Ovationen bei den Künstlern und entlockten den Kürnachern so noch Bachs „Air“ aus der Suite Nr. 3 als Zugabe. Ein, so Heinrich, „eher beruhigender Ausklang“ nach einem gut einstündigen Konzert, das neben dem Jubilate mit Thomas Doss „Montana Fanfare“, Tylman Susatos fünfsätziger „Dansereye“ und Johan de Meijs „Festive Hymn“ eine beeindruckende, beinahe epische Klangfülle bereit hielt, während die doch filigraneren Töne von „Gabrielas Song“ von Stefan Nilsson (Soloposaune: Frank Wunderlich) sich eher schwer taten mit dem immens hallenden Klangkörper.

Traudl Baumeister

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